Joh: 14,26: Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.
In der zweiten Jahreshälfte werden die Sonntage nach Pfingsten gezählt nach Trinitatis, also dem Fest der Dreieinigkeit. Schon zu Anbeginn des Christentums stellte das viele Denker vor großen Herausforderungen, gibt es einen Gott, gibt es drei Götter? Allgemein wurde dann Gott als Einheit begrifflich als ousia (Wesen) bezeichnet, dieses Wesen bestehe aus drei Seinszustände . hypostaseis (Hypostasen). Die griechischen Vordenker einigten, um Gott zu beschreiben auf die Losung: „mia ousia – treis hypostaseis“ (ein Wesen – drei Hypostasen). Doch auch die drei Seinszustände Gottes sind nicht einfach zu verstehen. Die Dreieinigkeit oder Dreifaltigkeit Gottes erscheint uns als Vater als Schöpfergott, als Sohn im auferstandenen Jesus Christus und als Heiliger Geist, dessen Fest wir Pfingsten feiern.
Für viele ist Gott als Schöpfergott noch erklärlich und auch bei Jesus als Sohn Gottes können viele noch mitkommen, aber wie soll man sich den Heiligen Geist als einen Teil der Einheit Gottes vorstellen. Christen glauben eben nicht wie im philosophischen Sinne der Materialismus, dass alles Existierende Material gebunden ist aber auch nicht wie die Idealisten, das alles Geist ist, wie es Descartes in seiner äußersten Weise sagt: Ich denke, also bin ich.
Sondern erst mit dem Heiligen Geist, der in der Taufe jeden Menschen zugesprochen wird, wird der Weg zum Göttlichen ermöglicht. Das hebräische Wort für Geist ist ruach und bedeutet ursprünglich „Wind“ oder „Hauch“. Der Geist Gottes im Alten und auch im Neuen Testament ist eine Kraft, die von Gott ausgeht. Der Geist, der in uns und um ist, macht den Glauben an Gott erst möglich. Erst der Geist gibt Energie, lässt Dinge als Gedanken entstehen, die dann verwirklicht werden können. Wir sprechen vom Heiligen Geist. Und meinen damit, dass diese Kraft über das Alltägliche hinausgeht in einer Sphäre des Reiches Gottes, eine Dimension, die über die Welt der Menschen hinaus in eine andere as Diesseitige in eine anderejenseits Heilige Geist Durch den Heiligen Geist sind wir mit dem Göttlichen verbunden, wir sind gehalten, werden getröstet und gehen niemals verloren. Ostern - Das Fest jenseits von Tod, Not und Verbrechen.
Die Liste der Übel in der Welt ist lang,: Krieg, Vertreibung, Not, Krankheit, Schmerz, Tod. Mit dem Wunder der Auferstehung ist dies nicht verschwunden. Aber es ist ein Heilsversprechen, dass diese Greuel nicht die Übermacht behalten werden, sondern dass die Liebe größer ist und auf ein Leben jenseits unserer diesseitigen Erfahrung weisen.